Unterbringung

Affen sind sehr lebhafte Tiere und benötigen demzufolge ausreichend Raum, um sich bewegen zu können. Nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt. Mindestmaße sind in einem ´Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren´vorgegeben.
Danach ist zb. für ein Paar Krallenaffen eine Mindestgrundfläche von 10m² bei einer Höhe von 2,5m vorgesehen, die selbe Grösse gilt für die Außenanlage
Die Errichtung einer Außenanlage ist in fast allen Bundesländern genehmigungspflichtig. Es ist also erforderlich sich vor Baubeginn einen entsprechenden Genehmigungsbescheid zu erwirken.
Mindestens genau so wichtig wie das Platzangebot ist die Strukturierung der Anlage. Baumbewohnende Affen sollten ein möglichst hohes Gehege mit ausreichend Kletter- und Springmöglichkeiten haben.
Andere Arten, wie zb das Buschbaby, benötigen Freiräume um ihre meterweiten Sprünge durchführen zu können. Bei größeren Gruppen kann es notwendig sein, Rückzugsmöglichkeiten für rangniedrige Tiere zu schaffen. Ruhebretter, Hängematten,Schlafkästen usw.
komplettieren die Einrichtung. Besonders wichtig ist es alle Gefahrenstellen, so wie Strom führende Teile, entsprechend zu sichern.
Nur wenige Affenarten sind Winterfest, man benötigt deshalb beheizte Innenräume. Da sich die Tiere in unseren Breiten witterrungsbedingt oft im Innenraum aufhalten, sollte gerade dieser Bereich groß genug gewählt werden.
Neben der Heizung ist für ausreichend und der richtigen Beleuchtung (unter anderem   UV Licht ) ,Belüftung und Reinigungsmöglichkeiten zu sorgen. Es gibt Haltungsformen , bei denen die Tiere ausschließlich in Innenräumen gepflegt werden.
Grungsätzlich ist der Zugang zu einer Außenvoliere sowohl für die Gesundheit als auch für die Abwechslungder Tiere außerordentlich wertvoll. Natürliche Bepflanzung lockt Insekten an, die von den Affen gejagt und gefressen werden und somit
neben der Beschäftigung eine zusätzliche Gabe von tierischem Eiweiß bedeutet. Eine Außenanlage ist somit ein wichtiger Bestandteil der Affenhaltung.