Löwenäffchen

die Löwenäffchen gehören zu der Familie der Krallenaffen, es gibt 4 Arten die alle in Südostbrasilien leben, ihr Verbreitungsgebiet umfasst die südliche Bahia, Rio de Janeiro, Sao Paulo und den Norden Paranas.
Lebensraum dieser Tiere sind die Atlantischen Regenwälder, vor allem im küstennahen Flachland. Alle 4 Arten sind in ihrem Bestand stark bedroht.
Löwenäffchen sind die größten Vertreter der Krallenaffen, sie erreichen ein Gewicht von bis zu 700g, die Kopfrumplänge beträgt bis 35cm, die Schwanzlänge bis 40cm.
Ihr seidiges Fell ist schwarz oder goldgelb gefärbt, je nach Art auch gemustert. Namensgebendes Merkmal sind die mähnenartigen Haare im Kopfbereich.
Ihre Gesichter sind flach und unbehaart. Wie bei allen Krallenaffen befinden sich an den Fingern und Zehen Krallen statt Nägeln, mit Ausnahme der Großzehe.
Löwenäffchen sind tagaktiv, zur Nachtruhe ziehen sie sich in Baumhöhlen oder ins Pflanzendickicht zurück. Sie halten sich auf den ersten 10m in den Bäumen, bevorzugen aber Gebiete mit dichter Vegetation mit Kletter- und Schlingpflanzen auf.
Sie bewegen sich auf allen Vieren fort, können aber auch bis zu 3m springen.
Löwenäffchen leben in kleinen Gruppen von meist 2 bis 10 Tieren. Die Gruppen sind meist Familiengruppen mit ihrem Nachwuchs und können mehrere ausgewachsene Männchen und Weibchen enthalten.
Innerhalb der Gruppe herrscht ein ausgeprägtes Sozialverhalten, die gegenseitige Fellpflege und das Teilen der Nahrung spielen eine wichtige Rolle.
Die einzelnen Tiere der Gruppe bleiben meist in Sichtkontakt und verständigen sich durch Schreie untereinander. Gegenüber fremden Tieren wird das etwa 40 bis 70 Hektar große Territorium mit Geschrei oder aggressiver Mimik verteidigt.
Löwenäffchen sind Allesfresser, die sowohl tierische (Insekten, Spinnen, Schnecken, Vogeleier und kleine Wirbeltiere) als auch pflanzliche Nahrung (vorwiegend Früchte) zu sich nehmen.
Die langen Finger und die großen Schneidezähne dienen dazu, kleine Beutetiere aus der Baumrinde hervorzuholen.
Innerhalb einer Gruppe pflanzt sich immer nur ein Paar fort, selbst wenn mehrere ausgewachsene Tiere eines Geschlechts vorhanden sind. Nach 120- bis 130-tägiger Tragzeit bringt das Weibchen meistens Zwillinge zur Welt.
Die ganze Gruppe beteiligt sich an der Aufzucht der Jungen, sie tragen sie herum, beschäftigen sich mit ihnen und übergeben sie der Mutter nur zum Säugen.
Ab der fünften Lebenswoche werden die Jungtiere zunehmend selbstständiger, mit vier Monaten werden sie entwöhnt, mit 12 bis 18 Monaten sind sie geschlechtsreif.
Die Lebenserwartung von Löwenäffchen beträgt bis zu 18 Jahre.
Zu den natürlichen Feinden der Löwenäffchen zählen Katzen, Schlangen und Greifvögel. Die Hauptgefährdung liegt jedoch in der Zerstörung ihres Lebensraums.
Die Regenwälder Südostbrasiliens sind stärker als andere von der Abholzung betroffen, es existiert nur mehr ein Bruchteil der Wälder in dieser Region.
Dazu kommt, dass die Tiere oft illegal eingefangen und als Heimtiere am Schwarzmarkt verkauft werden. Deshalb zählen Löwenäffchen zu den bedrohtesten Primatenarten
 
Die Löwenäffchen werden in folgende vier Arten unterteilt: