Insektenzucht

am Anfang habe ich jede Woche Heuschrecken und Zophobas gekauft, aber es gab oft Probleme mit der Qualität und mit der Zeit wird es auch sehr teuer.

Somit habe ich mich entschlossen diese selbst zu züchten. Dauerhaft züchte ich Argentinische Waldschaben, Zophobas und Mehlwürmer, im Sommer auch Heuschrecken. Heimchen und Grillen verwende ich nicht, da diese in der normalen Umgebungstemperatur leben und sich auch vermehren können.

Argentinische Waldschabe

die Argentinische Waldschabe ist leich zu vermehren, ich halte sie in Kuststoffboxen ca 40cm x 60cm x 15cm. Unter einem Teil der Box habe ich eine Terrarienheizung und in der Box zwei übereinader gelegte Eierkartons. Ernährt werden die Tiere mit Weizenkleie, Obst und Gemüse. Ich verwerte so die Apfelreste, Mangosteine usw die beim schneiden vom Futter für die Äffchen übrig bleiben. Desweiteren habe ich eine geschlossene Madendose mit einer Kokosfaser (normale Schnur geht auch) und Wasser im Behältnis stehen, die Schnur ist immer feucht so dass die Tiere trinken können ohne zu ertrinken. Die Argentinische Waldschabe ist lebend gebährend und kann keine glatten Wände hoch laufen, deshalb können die Boxen oben offen bleiben, daduch entseht kein Schimmel.

Zophobas

die Zophobas oder Schwarzkäferlarve ist die Larve des Schwarzkäfers. Um die Zophobas zu vermehren muß man die Larven einzeln und  dunkel setzen, damit sie sich verpuppen und zu Käfern werden. Ich halte sie in Boxen ca 30cm x 15cm x 10cm zu ca 10 Käfern, auch hier kann man die Boxen oben offen lassen. Auch hier habe ich ein Teil der Box auf einer Heizung stehen. In die Boxen mache ich ca 3-4cm Blumenerde vermischt mit einer Hand voll Holzspäne und ein kleines Stück Eierschachtel, damit sie sich verkriechen können. Sie bekommen Weizenkleie und jeden Tag ein Stück Apfel für den Flüssigkeitshaushalt, Wasser ist nicht nötig. Die Käfer legen ihre Eier in die Blumenerde, alle 4 bis 6 Wochen setze ich die Käfer in eine neue Box und füttere die inzwischen geschlüpften Laven so weiter bis sie groß genug sind um sie zu verfüttern. Achtung, vor dem verfüttern trenne ich die Köpfe ab, damit sich diese nicht mit ihren klauen am Hals der Äffchen verhaken können.

Mehlwürmer

die Mehlwürmer sind meiner Meinung nach noch einfacher zu vermehren, ich setze ca 100 Mehlwürmer in eine Box 30cm x 15cm x 10cm mit 2-3cm Weizenkleie und ein paar Sägespänen. Ab und zu füttere ich einen kleinen Schnitz Apfel oder Karotte und warte bis sie sich verpuppen, zu Käfern werden, Eier legen und sortiere dann nach und nach die größeren Mehlwürmer zum verfüttern ab. Alle 6-8 Wochen sollte man neue Ansätze machen, da die Käfer schnell sterben und es Mühe macht die toten Tiere aus den Boxen zu sammeln.

Heuschrecken

die Heuschreckenzucht ist nach meinen Erfahrungen der grösste Aufwand, allerdings auch das beste Futter für die Äffchen.

Hier habe ich erst mal 8 Heuschreckenboxen aus OSB Platten gebaut ca 50cm x 50cm x 60cm. An der Vorderseite sind zwei Schiebescheiben aus Plexiglas und unten eine Schublade um während der Zucht die Boxen reinigen zu können. Auf der Schublade liegt ein Lochblech mit ca 2 mm großen Bohrungen, nicht zu groß dass die kleinen nicht entwischen und nicht zu klein dass der Kot noch in die Schublade fällt.

Beheizt auf ca 35C° wird die Box mit einer Wärmelampe ca 40 Watt. Als Ablaichsubstrat nehme ich Blumenerde die ich in Platikboxen ca 10cm x 10cm x 5cm fülle und ab und zu befeuchte, nicht zu viel da sonst die Eier ertrinken. Pro Box setze ich 30-50 Heuschrecken als Zuchtansatz rein, nach ca 10 Tagen wechsle ich die Ablaichboxen aus und stelle diese in eine neue saubere Heuschreckenbox. Die Heuschrecken werden mit Weizenkleie, Maisblättern und oder Weizenkeimlingen gefüttert. Ich züchte die Heuschrecken nur im Sommer, da ich im Winter noch kein geeignetes Naßfutter gefunden habe das ich ohne großen Aufwand ran schaffen kann.